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[2017/01/31]

Österreichs Filmerbe sichern

Studie über die Sicherung des filmischen Erbes in Österreich

31. Januar 2017. – Die bereits im März 2016 erstellte Studie empfiehlt die analoge Langzeitsicherung des filmischen Erbes sowie den Aufbau eines „Film Preservation Centers Austria“, das die analoge Bearbeitungskette unter einem Dach in Österreich ermöglichen soll. Dabei wird die analoge Filmsicherung auch als Standortvorteil etwa gegenüber Deutschland gesehen, wo das Bundesarchiv auf rein digitale Sicherung umstellt.

In einem ersten Schritt wurde der Maschinenpark des letzten analogen Kopierwerks in Österreich, der vor ein paar Monaten geschlossenen Synchrofilm, erworben.

Wie es auf der Website des Bundeskanzleramts heißt, werden in einem nächsten Schritt gemeinsam mit dem Filmarchiv Austria und dem Österreichischen Filmmuseum „unter Beiziehung internationaler Expertinnen und Experten mögliche Varianten für ein Preservation Center in Österreich“ erarbeitet. Das „Film Preservation Center” soll bereits im Laufe des Jahres 2017 den Kopierbetrieb aufzunehmen.

Neben der Studie in einer Kurz- und Langform kann auf der Website des Bundeskanzleramts auch das vom Filmarchiv Austria und dem Österreichischen Filmmuseum erarbeitete Konzept „Vision und Mission für das österreichische Filmerbe“ vom 26. Januar 2016 abgerufen werden. Beide Einrichtungen sehen die Langzeitsicherung nur in digitaler Form „wegen ständiger Formatwechsel und zwangsläufiger Abweichungen vom Original“ als nicht sinnvoll an. Eine Langzeitsicherung sollte daher „in dem zeitstabilen analogen Format 35mm-Film erfolgen. Das gilt auch für digital produzierte Filme, wo neben der Sicherung im Produktionsformat auch ein analoges Sicherungselement, das Format-unabhängig ist, hergestellt werden soll.“ Als Instrument der Filmrestaurierung sowie zu deren Verbreitung über Internet bzw. bei Neuproduktionen sei die Digitalisierung allerdings „unverzichtbar“.


Zur Webseite des Bundeskanzleramts Österreich, Kunst und Kultur


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