Aktuell

[2017/04/03]

Zwei Millionen Euro für die Digitalisierung des Filmerbes

BKM verdoppelt Digitalisierungsförderung für 2017 – Weiterhin offene Fragen

3. April 2017. – Die Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM) Monika Grütters bekräftigt ihr Vorhaben, die Digitalisierung des Filmerbes im Jahr 2017 mit zwei Millionen Euro zu fördern. Das bedeutet eine Verdopplung der Digitalisierungsförderung. Damit, so Grütters, sei "ein weiterer Schritt geschafft, den finanziellen Anteil an einem gemeinsamen Digitalisierungskonzept mit den Ländern und der Filmwirtschaft zu erbringen."

Grütters fordert die Länder erneut auf, sich "politisch klar zu der gemeinsamen Strategie" zu bekennen. Wie diese gemeinsame Strategie aussieht, wird aber nicht angegeben.

Grütters plant offenbar, "ab nächstem Jahr die dringend notwendige Digitalisierung mit gemeinsamen Kräften und deutlich erhöhten Finanzmitteln" voranzubringen, vorausgesetzt, die Länder und die Filmwirtschaft beteiligen sich finanziell: "Die Länder und die Filmwirtschaft tragen eine originäre Verantwortung für die Sicherung unseres kulturellen Filmerbes und sind als Partner unverzichtbar, um diese große Herausforderung zu meistern."

Zum ersten Mal teilt das BKM auch mit, welche Filmerbe-Einrichtungen Digitalisierungsgelder erhalten. Erstmals wird das Bundesarchiv mit Mittel "in Höhe von bis zu 400.000 Euro" bedacht. Projektförderungen in Höhe von jeweils bis zu 550.000 Euro erhalten die Stiftung Deutsche Kinemathek und das Deutsche Filminstitut e.V. Wie in den vergangenen Jahren erhalten die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und die DEFA-Stiftung erneut Digitalisierungsmittel in Höhe von jeweils bis zu 250.000 Euro. Unklar ist aber weiterhin, warum nur ausgewählte Archive und Stiftungen antragsberechtigt sind und Digitalisierungsgelder erhalten und wer nach welchen Kritierien über die Anträge entscheidet.


Zur Pressemitteilung vom 3.4.2017 der Staatsministerin für Kultur und Medien


zurück


© 2011-2017  filmerbe-in-gefahr.de  |  Impressum  |  Zum Seitenanfang