Stand der Digitalisierung

[2015/07/24]

Politisches Signal

Als erstes Bundesland trifft Berlin Vorsorge für die Sicherung des Filmerbes

Björn Böhning, den Chef der Berliner Senatskanzlei, bestätigte am 24. Juli im Gespräch mit der Berliner Zeitung, dass Berlin als erstes Bundesland eigenständige Mittel zur Sicherung des Filmerbes bereitstellen will. Für 2016 und 2017 sind jeweils 250 000 Euro vorgesehen. Dies hatte bereits am 22. Juli der Branchendienst Blickpunkt: Film gemeldet. Die Maßnahme versteht Böhning auch als politisches Signal: „Das machen wir, weil wir diesbezüglich ein klares Zeichen an die anderen Länder, aber auch an den Bund setzen wollen.“

Der Erhalt des Filmerbes sichere zudem die hierzu erforderliche technische Infrastruktur wie Kopierwerke sowie die entsprechenden Arbeitsplätze. „Die Rettung des Filmerbes muss hierzulande dauerhaft und ausreichend finanziell gesichert werden.“

Böhning findet es sehr schade, „dass im Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2016 keine festen Gelder für die Sicherung des Filmerbes verzeichnet sind. Immerhin sind die Länder bereit, da in den Dialog zu treten.“ Er verweist aber auch offene Fragen, die kurzfristig geklärt werden sollten: „Wohin genau soll das Geld für dieses Erbe fließen; auf welche Art und Weise soll das Geld fließen; wie ist die Struktur der Prioritätensetzung – also wer entscheidet, was wann wo gerettet wird?“ (Berliner Zeitung, 24.7.2015)

Das vollständige Gespräch hier.

Permalink: filmerbe.org/ref/?164

frühere/spätere Versionen

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  • Leichte Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Oktober 2019)
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  • Erst ganz am Anfang – Digitalisierung des deutschen Filmerbes  (Januar 2018)

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