Stand der Digitalisierung

[2015/08/22]

Plädoyer für die Sicherung auf 35mm

20.8.2015. Deutschlandradio Kultur: Thomas Heise, Regisseur und Unterzeichner der Initiative „Filmerbe in Gefahr“ im Interview

Thomas Heise plädiert für die Sicherung seiner Filme auf 35mm-Filmmaterial. Er berichtet über einen Film, den er 1987/88 am Deutschen Theater anlässlich der Inszenierung von „Lohndrücker“ durch Heiner Müller drehte. „Das ist ein Halbstunden-Film auf VHS-Material, und wenn das Material 10, 12 Jahre alt, dann wird es langsam schlecht. Und dieses Material von 1987/88 haben wir etwa 2003 zusammen mit dem Brecht-Zentrum in Berlin sozusagen eindigitalisiert und haben daraus einen Film gemacht, der auch auf dem Festival in Leipzig lief, aber als digitale Kopie. Dann habe ich gedacht: Man muss das jetzt doch auf 35mm machen und dann liegt es auch im Archiv für die nächsten 250, 300, 400 Jahre. Da kann man es bei guter Lagerung einfach erhalten.“ Das 35mm-Material (Negativ und Kopie) wird heute im Filmmuseum Wien aufbewahrt. Heise würde auch gerne seine bereits digital gedrehten Filme analog sichern, leider gäbe es dafür aber keine Finanzierung.

Hier geht es zur Audio-Datei des Interviews und den übrigen Beiträgen dieser Sendereihe

Deutschlandradio Kultur, Fazit, 20. August 2015

Permalink: filmerbe.org/ref/?175

frühere/spätere Versionen

  • Erneut nur geringe Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Dezember 2020)
  • Leichte Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Oktober 2019)
  • Schleppende Digitalisierung – Kaum Fortschritte beim Online-Zugang  (Oktober 2018)
  • Erst ganz am Anfang – Digitalisierung des deutschen Filmerbes  (Januar 2018)

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