Stand der Digitalisierung

[2018/08/27]

Überzeugungsarbeit gefragt

Rainer Rother plädiert für die Beibehaltung analoger Kopierwerke

27. August 2018. – In einem Gespräch mit Mascha Drost vom Deutschlandfunk am 25. August plädierte Rainer Rother sowohl für die Beibehaltung analoger Vorführmöglichkeiten und als auch der analogen Kopiertechnik. Der Kinematheksverbund aus Bundesarchiv, Deutsche Kinemathek und Deutsches Filminstitut halte die Vorführpraxis mit analogem Film für eine kulturelle Erfahrung, die durch keine andere zu ersetzen sei. „Insofern plädieren wir sehr dafür, dass es Strukturen gibt, in denen auch analoge Filme wieder neu hergestellt werden, sprich vom Originalnegativ gezogen werden, umkopiert werden. Das bedarf einer anderen Anstrengung, die ist in der Digitalisierungsoffensive nicht vorgesehen. Da ist sicher auch noch Überzeugungsarbeit zu leisten.“

Von den drei Mitgliedern des Kinematheksverbundes unterhält nur das Bundesarchiv ein Kopierwerk. Die Anlagen am Standort Koblenz sind bereits seit Februar 2017 geschlossen; das analoge Kopierwerk am Standort Hoppegarten soll ebenfalls geschlossen werden.

Zum Text des Interviews

Permalink: filmerbe.org/ref/?370

frühere/spätere Versionen

  • Erneut nur geringe Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Dezember 2020)
  • Leichte Fortschritte bei der Digitalisierung – Keine Verbesserung beim Online-Zugang  (Oktober 2019)
  • Schleppende Digitalisierung – Kaum Fortschritte beim Online-Zugang  (Oktober 2018)
  • Erst ganz am Anfang – Digitalisierung des deutschen Filmerbes  (Januar 2018)

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