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[2018/12/18]

Digitalisierung des Belegarchivs der Filmförderung Hamburg

Weitere Finanzierung aber noch offen

18. Dezember 2018. – Das Belegarchiv der Filmförderung Hamburg in der Kinemathek Hamburg dokumentiert in einzigartiger Weise und nahezu lückenlos einen wichtigen Abschnitt der Filmförderung in Hamburg. Mit der Gründung des Hamburger Filmbüros und der Installierung einer kulturellen Filmförderung wurde 1980 in vorbildlicher Weise auch ein Archiv angelegt, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die rund 500 in der Kinemathek Hamburg archivierten Kopien der Filmförderung Hamburg zeugen heute von einer beispiellosen kreativen Aufbruchsphase in der Hamburger Filmszene.

Es handelt sich bei diesen Filmen hauptsächlich um analoge Positivkopien, die zum Teil bereits deutliche Farbverluste aufweisen. Dazu Martin Aust, Geschäftsführer der Kinemathek Hamburg: „Um das Archiv zu erhalten müssen Sicherungskopien erstellt werden. Außerdem sollen die Filme auch weiterhin für die Vorführung im Kino zur Verfügung stehen. Das geht leider in den meisten Kinos nur noch digital.“

Die Kinemathek Hamburg erhielt im letzten Jahr erstmalig 100.000 EUR von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg zur Digitalisierung des Belegarchivs. Mit diesen Mitteln wurden bis Ende dieses Jahres 26 Titel digitalisiert. Um Kosten zu sparen, kooperierte die Kinemathek bei der Digitalisierung der Filme von Lutz Dammbeck mit der Deutschen Kinemathek und bei den Filmen von Monika Treut mit der Edition Salzgeber. Digitalisiert wurden ferner Arbeiten von Claudia von Alemann, Robert Bramkamp, Christian Bau, Artur Dieckhoff, Martina Fluck, Hannes Fuchs, Silke Grossmann, Maria Hemmleb, Helmut Herbst, Jutta Hercher, Jochen Hiltmann, Winfried Parkinson, Dieter Rühmann, Jan Schütte, Hyun-Sook Song sowie von Max Willutzki.

Martin Aust: „Die großen Archive sind mit der Digitalisierung ihrer eigenen Bestände ausgelastet, so dass wir der Meinung sind, dass auch regionale Archive wie das Archiv der Kinemathek Hamburg öffentliche Mittel erhalten müssen, damit diese Bestände nicht verloren gehen.“ Ob die Behörde für Kultur und Medien Hamburg der Kinemathek Hamburg weitere Mittel zur Verfügung stellen wird, ist derzeit noch nicht entschieden.

Das Archiv der Kinemathek Hamburg umfasst über das Belegarchiv der Filmförderung Hamburg hinaus insgesamt rund 5.800 Filme.


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